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Expert*innen und Meinungen

Diese Zusammenstellung ist bei Weitem nicht vollständig. Dafür bietet sie eine gute Darstellung, wie weit sich die Realität in den meisten unserer "Lehranstalten" von dem entfernt befindet, was die moderne Wissenschaft ermittelt und was sich in einigen wenigen "Inseln des guten Lernens" bereits etabliert hat.





Prof. Dr. Michael Hartmann

Prof. Dr. Michael Hartmann Aktion gute Schule Lange Jahrzehnte bestand das zentrale Problem der Bildungspolitik darin, einer größeren Zahl an Jugendlichen den Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen. Die niedrigen Quoten von Abiturienten und Hochschulanfängern prägten die Debatte. Seit einem guten Jahrzehnt hat sich das meines Erachtens geändert. Die Prozentsätze von Studienberechtigten und Studienanfängern haben neue Höchststände erreicht.

Obwohl es dabei immer noch eine gravierende soziale Schieflage gibt, besteht für mich heute die größte Herausforderung aber darin, zu verhindern, dass ungefähr ein Sechstel jedes Jahrgangs völlig abgehängt wird. Der Blick muss heute nach unten statt nach oben gerichtet werden und die Schulen müssen dementsprechend ausgestattet werden. Das Beispiel der Rütli-Schule in Berlin zeigt, was man in dieser Beziehung mit mehr Geld, Personal und Engagement erreichen kann.

Prof. Dr. Michael Hartmann ist ein deutscher Soziologe. Er war bis 2014 Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Elitesoziologie, Industrie- und Betriebssoziologie sowie Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt. (Wikipedia)



Prof. Dr. Hans Brügelmann „Mit zehn Jahren werden Kinder nur in 18 Ländern dieser Welt auf verschiedene Schulformen aufgeteilt – 16 davon liegen in Deutschland. Auch unsere Quoten für die Überweisung auf Sonder-/ Förderschulen und für die Nicht-Versetzung („Sitzenbleiben“) liegen deutlich über dem Durchschnitt. Dabei sind leistungshomogene Gruppen eine Illusion – und nicht leistungsförderlich. Dasselbe gilt für Ziffernnoten. Sie orientieren sich am Altersdurchschnitt, obwohl die NORMALE Leistungsstreuung von gesunden Kindern gleichen Alters schon am Schulanfang drei bis vier Entwicklungsjahren entspricht.

Darum brauchen wir Schulen, in denen Kinder länger gemeinsam lernen dürfen – und gleichzeitig Raum bekommen, individuell ihren nächsten Schritt auf die in den Abschlüssen definierten Anforderungen gehen zu können. Diese Position haben wir beim Grundschulverband pädagogisch begründet (vgl. unsere „Standpunkte“) und didaktisch-methodisch in konkrete Hilfen übersetzt (vgl. die Materialien zur „Pädagogischen Leistungskultur“).

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Professor für Grundschulpädagogik und -didaktik an den Universitäten Bremen (1980-1993) und Siegen (1993-2012), Gründer verschiedener Lernwerkstätten (seit 1987), Präsident der Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben“ (1985), Sprecher des Verbunds der Reformschulen „Blick über den Zaun“ (2008-2012), Fachreferent für Qualitätsentwicklung beim Grundschulverband (seit 2002)






Karin Doberer

Karin Doberer Aktion gute Schule (Inhaberin von LernLandSchaft) "Ein Schulneubau oder eine Generalsanierung unter Berücksichtigung einer „päd. Architektur“ bzw. „offenen LernLandSchaften“ bedeutet im Vergleich zum konventionellen Schulbau in Form einer „Flurschule“ keine bzw. nur unwesentliche Mehrkosten."

In dieser Ausarbeitung schreibt Frau Doberer über Möglichkeiten der Einrichtung von Lernlandschaften.
Dieser Unternehmensfilm gibt einen schönen Einblick, was möglich ist.






Agnes Maria Forsthofer (Linkshänder e.V.) Wir dürfen uns nicht einreden lassen, dass das mit den Linkshändern heute vom Tisch wäre. Im Gegenteil. Auch heute noch ist in einer 5jährigen Ausbildung von Erzieherinnen das Thema Linkshändigkeit bei Kindern kaum enthalten. Unsere Gesellschaft will auch in 2014 nicht erkennen, dass Kleinkinder kein Individuum sein möchten, sondern genau so wie die Umgebung drumherum. Und die sind dann alle Rechtshänder.

Gäbe es - weltweit - einen Früherkennungstest, der auch wirklich Bestand hat, könnten wir sehen, dass die Annahme der heutigen Gehirnwissenschaft richtig ist: wir kommen 50:50 zur Welt. Welch immenses Potential geht uns da verloren. Nicht nur, dass Linkshänder anders schreiben. Wir denken auch anders. Gehen Probleme ganzheitlich denkender, kreativer und sozialer an. Lesen anfangs langsamer, schreiben oft bis ins hohe Alter in Spiegelschrift. Erzählen blumiger. Benötigen andere Scheren, Dosenöffner, Spitzer und, eben auch ein Linkshänder-Lineal mit der 0 rechts.

Auch Linkshänder haben Rechte ! Und diese sollten endlich erkannt und umgesetzt werden. Vielleicht ist eben dann genau ihr kleines Linkshänderkind der Weltverbesserer von morgen. Welch geniale Aussicht für unsere schöne Welt. ..mehr darüber lesen






Magda von Garrel

Es kann doch nicht sein, dass Magda von Garrel Aktion gute Schule Aber genau so ist es! Schlimmer noch: Ungeachtet des Inklusionsgebotes deuten alle Anzeichen auf eine Forcierung der in der Schule vorgenommenen geistigen und seelischen Vergewaltigung von Kindern hin. Deshalb muss es meines Erachtens über die "Abstimmung mit den Füßen" hinaus zu einer so mächtigen Gegenbewegung kommen, dass deren Existenz nicht länger ignoriert werden kann.

Magda von Garrel ist Sonderpädagogin (Fachbereiche: Sprachbehinderungen und Verhaltensstörungen) sowie Diplom-Politologin. Sie war als Integrationslehrerin an Grund-, Haupt-, Sonder- und Berufsschulen tätig.

Hier finden Sie ihre Positionierung zu einer Kinderfreundlichen Bildung, ein Plädoyer für eine Befreiung aller Schüler von seelischen und geistigen Konditionierungen.
..eine sehr lesenswerte Beleuchtung der Situation in unseren Schulen mit daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen.

Magda von Garrel zu Armut und Radikalisierung






Roland Grüttner

Zitatensammlung Schulstruktur nennt Roland Grüttner sein umfangreiches Werk, in dem er es schafft unser Bildungssystem aus kaum zählbaren Perspektiven zu beleuchten. Die Einschätzungen und Bewertungen namhafter BildungsspezialistInnen, die er in seinem über 70 Seiten umfassenden Werk zu Wort kommen lässt, ist für jeden bildungsinteressierten Menschen unbedingt lesenswert.

Der Autor schreibt über seine Sammlung: Von einer unvermeidbaren Reform: Etwa 400 unkommentierte Zitate aus 70 Quellen belegen die systemischen Irrtümer, die unser stark gegliedertes Schulsystem tragen, und die strukturellen Ungleichheiten, die es erzeugt oder verstärkt."

Ein Beispiel: Das Bildungssystem, wie es derzeit strukturiert ist, eröffnet kaum Chancen, unterschiedliche Startbedingungen auszugleichen, es zementiert soziale Ungleichheit. Statt die Kinder schon nach der Grundschule zu sortieren, wäre es besser, sie länger zu stützen. (Prof. Jutta Allmendinger, deutsche Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, 2012)

Hier finden Sie die Zitatensammlung

Roland Grüttner ist Rektor einer Montessorischule und unterstützt als Schulentwickler Gemeinden in Bayern, die sich auf den Weg machen, einen Schulversuch als Gemeinschaftsschule zu beantragen.

Denkendorf/Kipfenberg (Obb):http://www.bildung-am-limes.de
Arzberg (Ofr): http://www.Gemeinschaftsschule-arzberg.de
Donaustauf (Opf): http://donaustauf-macht-schule.de
Buch a.Erlbach und Eching/Ast (Ndb): http://www.igg-ast-buch.de







Otto Herz

Otto Herz Aktion gute Schule Es gibt keinen einzigen Grund, Kinder im - viel zu - frühen Alter von 10 oder 12 Jahren auf ungleichwertige Schulformen aufzuteilen - als den:

Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und ihre Familien in ihren Bildungsmöglichkeiten zu behindern, gesellschaftliche Benachteiligungen weiterhin zu verfestigen und die Gesellschaft von früh an und dauerhaft spalten zu wollen.

Es gibt aber statt dessen jeden GUTEN GRUND dafür,

dass Kinder und Jugendliche gemeinsam in EINER Schule für ALLE, in EINER Schule der VIELFALT in der GEMEINSAMKEIT aufwachsen; aufwachsen bis zum Ende der Sekundarstufe I, weil sie dann - und nirgendwo besser! - das für unser Überleben entscheidende ZUSAMMEN-LEBEN ALLER MIT ALLEN lernen können.

In der EINEN SCHULE für ALLE, in der Schule der VIELFALT in der GEMEINSAMKEIT gilt es, die je individuellen Stärken sensibel wahr-zu-nehmen, sie zu achten, sie wert-zu-schätzen, sie auf- und aus-zubauen; die Stärken werden also - zuallererst und immerzu - gestärkt: kooperativ statt konfrontativ, inklusiv statt exklusiv; und die je individuellen Schwächen werden - so weit wie möglich - sanktionslos und ohne Diskriminierung - geschwächt.

© www.otto-herz.de
Aus meiner „Rede aus gegebenem Anlass“ bei „Ein Grund zum Feiern! 40 Jahre Gesamtschule in NRW“.
Samstag, 23. Januar 2010, Jahrhunderthaus Bochum.







Prof. Dr. phil. Stephan Höyng » Meine Beobachtungen des aktuellen Schulsystems und der aktuellen Diskussion darüber bescheren mir den Eindruck, dass es vieles zu verbessern gibt. Die Lern- und Lehrkultur bedarf an etlichen Stellen der Überarbeitung. Soziale Themen und weniger formelle Formen des Lernens werden immer wichtiger. Unser Schulsystem, das immer noch viele Komponenten aus dem Industriezeitalter hat, kann für das digitale Zeitalter nicht optimal vorbereiten.

Warum messen wir uns nicht an den hervorragenden Ergebnissen einiger unserer Nachbarländer? Es gibt so viele gute Beispiele, die wir eigentlich nur folgen müssten. Schließlich muss das Rad ja nicht neu erfunden werden. «

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Lehrer an der Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Schwerpunkte: Männlichkeit - Vereinbarkeit von Beruf und privatem Leben - Männer in Kindertagesstätten, Mitglied im Bildungsnetz Berlin, und DISSENS e.V.






Prof. Dr. Klaus Klemm » Das zergliederte deutsche Bildungssystem verharrt nach wie vor in seiner Funktion, Bildungs- und damit Lebenschancen ungleich zu verteilen. Auch heute noch verweigert es sich seinem im Grundgesetz formulierten Auftrag, niemanden aufgrund seiner Herkunft zu benachteiligen. Das ist gesellschaftlich skandalös und angesichts der demographischen Verknappung, die in Deutschland heraufzieht, ökonomisch wahnsinnig. «

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Bildungsplanung (regionale Schulentwicklungsplanung, Lehrerbedarfsplanung, Bildungsgesamtplanung) Bildungsfinanzierung und empirische Bildungsforschung. UNI Duisburg






Prof. Dr. Arnold Köpcke-Duttler » Im Sinne einer pädagogischen Deutung der Verfassung und einer Abkehr von einem Staatsmonopol im Bildungswesen ist eine pädagogische Grundlegung einer demokratischen Schulverfassung zu denken. Das Maß gibt hier das Kind in Verbindung, im schulischen Zusammenleben mit anderen Kindern. Eine nähere Ausprägung der Selbstverwaltung der Lehrenden und Lernenden (die Lernenden sind die Lehrenden und umgekehrt), der Selbstgestaltung der die Schule in Kooperation tragenden Menschen steht demnach noch dahin. Das sollte so nicht bleiben. Auszugehen ist bei dieser Reform von der Achtung der Person des Anderen. Kommunikation nach innen und Kooperation sollen von diesem Ethos gehalten sein, das zugleich die pädagogischen Beziehungen durchstimmt (Begegnung statt Belehrung, Eintreten für die Schwächeren, Wahrung und Förderung des Eigenseins jedes Kindes) und auch die Idee eines menschlichen Rechts bildet. «
(Demokratisierung der Schule?, in: Recht & Bildung, Heft 4/2005, S. 08)

» Wird die Menschenwürde der Menschen mit Beeinträchtigung geachtet und das Behindertsein als Teil menschlicher Vielfalt respektiert, so dürfen einer umfassenden Geltung des menschlichen Rechts die Einschränkungen der finanziellen, personellen Ressourcen und ungenügende Organisationsstrukturen nicht länger entgegengehalten werden. «
(Die Behindertenrechtskonvention und eine „Schule für alle“, in: Lernen konkret, Heft 2/2010, S. 5)

Prof. Dr. Arnold Köpcke-Duttler, Rechtsanwalt und Diplom-Pädagoge, 97340 Marktbreit Justitiar des Montessori-Landesverbands Bayern; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Bildungsforschung und Bildungsrecht (Hannover; An-Institut der Ruhr-Universität Bochum)






Prof. em. Dr. Georg Lind

» Georg Lind Aktion gute Schule Manche Kinder lernen von alleine, die meisten benötigen aber eine gute Lernumgebung. Diese kann nur von gut ausgebildeten und sorgfältig ausgewählten Lehrern geschaffen werden. Gut ausgebildete Lehrer wissen, dass Kinder Zeit zum Denken brauchen und man sie nicht unablässig mit Ansprache vom Denken abgehalten darf. Es gibt ein Denk-Defizit-Syndrom (DDS) an unseren Schulen, weil zu viel Aufmerksamkeit verlangt wird.

Gut ausgebildete Lehrer kommen auch ohne Machtmittel (Noten, Sitzenbleiben) und Angstmache aus, die das Lernen behindern. Sie wissen, wie man autonomes Lernen allein oder in Kleingruppen fördert. Und sie wissen, wie sie mit Eltern kooperieren und Kinder gegen lernbehindernde Übergriffe von außen schützen.«

Prof. em. Dr. Georg Lind, UNI Konstanz






Prof. Hans-Martin Lübking, Evangelische Kirche in Westfalen » Darum gehört die Frage der Schulstruktur auf die Tagesordnung! Wenn das gegliederte Schulsystem nach dem Urteil der meisten Bildungsexperten zu sozialen Ungerechtigkeiten führt und den Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft nicht gerecht wird, dann muss es verändert werden. Wir brauchen mutige Reformen statt endloser Korrekturen am falschen System. «






Prof. Dr. Hans-Günter Rolff » Mit meinen Erfahrungen aus der langjährigen Betätigung im Experimentalausschuss des Deutschen Bildungsrates und als Gründer und Leiter des "Institut für Schulentwicklungsforschung" der TU Dortmund halte ich unsere Bildungslandschaft an vielen Punkten für reformbedürftig. Die Erkenntnisse aus moderner Forschung und internationalen Studienreisen müssen ebenso wie die vielen positiven Beispiele aus den europäischen Nachbarländern stärker berücksichtigt werden. «

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Sozialforscher, Autor: "Sozialisation und Auslese durch die Schule" und "Institutionelles Schulentwicklungs-Programm", Mitbegründer der Zeitschrift "Schulmanagement", Visiting-Professor an der Stanford-University, Gastprofessor in Wien, Graz, Klagenfurth und Zürich, Consultant Professor der Shanghai Normal University, Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, IFS - Institut für Schulentwicklungsforschung, TU Dortmund






Prof. Dr. Manfred Spitzer » So wie unser Gehirn beschaffen ist, wird immer dann gelernt, wenn positive Erfahrungen gemacht werden. Dieser Mechanismus ist wesentlich für das Lernen der verschiedensten Dinge, wobei klar sein muss, dass für den Menschen die positive Erfahrung schlechthin in positiven Sozialkontakten besteht (…). Menschliches Lernen vollzieht sich immer schon in der Gemeinschaft, und gemeinschaftliche Aktivitäten bzw. gemeinschaftliches Handeln ist wahrscheinlich der bedeutsamste „Verstärker“.“ «

Quelle:
Prof. Dr. Manfred Spitzer, Gehirnforscher, in: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens, 2006, S. 181






Univ.-Prof. Dr. phil. Christina Hansen

» Unsere Erstinskribientenzahl hat sich mehr als verdoppelt - das ist interessant weil in den anderen Standorten die Zahlen eher gleich bleiben. Und es ist gut, wenn man ein paar Gründe erfährt: Eine kleine Umfrage unter den Studierenden hat ergeben, dass rund 40% vom Angebot am Lehrstuhl gehört haben - sowas freut. Was ich damit sagen will: Die Studierenden sind hinter uns und es kann damit nur in die richtige Richtung gehen.«

Artikel aus der PNP (PassauerNeuePresse)

Regelmäßig lädt Frau Hansen im Rahmen ihrer Veranstaltung "Bildungskreit" ein und ihre Studenten präsentiern ihre Beobachtungen aus Aufenthalten in z. B. Wiener Grundschulen. Seit teilweise über 15 Jahren werden dort pädagogische Konzepte praktiziert, die wir uns für unserer Grundschulen wünschen.

Einige Argumente in Stichpunkten:
Frau Prof. Dr. Hansen ist die Lehrstuhlinhaberin für Grundschulpädagogik und Leiterin des Zentrums für Praxis-Forschung an der UNI in Passau. Lesen Sie auch was sie uns für unsere Arbeit geschrieben hat.

Lesen Sie auch was sie uns für unsere Arbeit geschrieben hat.






Dr. Brigitte Schumann » Die UN-Konvention formuliert nach ihrem eigenen Selbstverständnis keine Sonderrechte für Menschen mit Behinderungen, sondern fordert die Anerkennung und Realisierung der allgemeinen Menschenrechte auch für die Gruppe der Behinderten. Das Recht auf gemeinsames Lernen ist also ein allgemeines Menschenrecht. Es darf Kindern ohne Behinderungen nicht vorenthalten werden. Es gilt für alle, unabhängig von Elternhaus und Einkommen, von sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft sowie unterschiedlichen Fähigkeiten.

Inklusiv können Schulen nur dann sein, wenn nicht nur die Barrieren fallen, die Kinder mit Behinderungen von Kindern ohne Behinderungen trennen. Auch die Barrieren innerhalb des allgemeinen Schulsystems müssen als solche identifiziert und überwunden werden. Aus der Verteilung von Schülerinnen und Schülern auf ungleichwertige Bildungsgänge unterschiedlicher Schulformen resultieren soziale Segregation und verschärfte soziale Ungleichheit. Inklusion ist an die Struktur und die Lernkultur einer SCHULE FÜR ALLE gebunden. Präventive Frühförderung für die am stärksten gefährdeten, benachteiligten und behinderten Kinder ist dabei unabdingbar.

Internationale Erfahrungen und die empirische Bildungsforschung belegen die Vorzüge des gemeinsamen Lernens für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung des Menschen. „Learning to live with each other” hat die UNESCO 1999 zum wichtigsten Lernziel des 21. Jahrhunderts erklärt. Unseren Kindern dürfen diese Lerngelegenheiten nicht länger verweigert werden. Vielfalt und Unterschiedlichkeit im gemeinsamen und individualisierten Lernen ist lernförderlich für alle und ermöglicht individuelle Lernerfolge auf hohem Niveau.

In keinem Bundesland hat bisher eine Landesregierung die Zielsetzung eines inklusiven Schulsystems ins Auge gefasst. Nach Hamburg sei es nicht möglich, eine SCHULE FÜR ALLE durchzusetzen, sagen selbst manche Befürworter dieses Modells. Als Kompromiss wird die Zweigliedrigkeit mit dem Gymnasium und einer zweiten Schulform, die alle anderen bestehenden Schulformen zusammenfasst, bevorzugt. Wer damit seinen Schulfrieden machen will, opfert das universale Menschenrecht auf inklusive Bildung und etabliert das Recht auf Gymnasium als deutsches Sonderrecht.

Die Zweigliedrigkeit ist nichts anderes als klassische Klientelpolitik.
Die Politik bedient damit das Interesse von Menschen aus der Mittel- und Oberschicht am Erhalt des Gymnasiums. Damit sollen Bildungsprivilegien weiterhin garantiert und der erwünschte Abstand zu den Kindern der Unterschicht und des Prekariats soll eingehalten werden. «

Dr. Brigitte Schumann war 16 Jahre Lehrerin an einem Gymnasium, zehn Jahre Bildungspolitikerin und Mitglied des Landtags von NRW. Der Titel ihrer Dissertation lautete: "Ich schäme mich ja so!" - Die Sonderschule für Lernbehinderte als "Schonraumfalle" (Bad Heilbrunn 2007). Derzeit ist Brigitte Schumann als Bildungsjournalistin tätig.






Prof. Dr. Rita Süssmuth » Wir haben erheblichen Nachholbedarf in der Bildungsförderung und in der Bildungsleistung, beim Abbau der Bildungsbenachteiligung und des erdrückenden Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen. Es wird intensiv gestritten über die empirischen Befunde und die notwendigen (pädagogischen) Maßnahmen zur Überwindung der nicht zu leugnenden Schwächen «

..hier können Sie weiter lesen






Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann » Gerade die PISA-Forschung zeigt, dass in unserem Schulsystem viel zu viel Scheitern und Misserfolg produziert wird. Um das zu ändern, müssen wir die Schulstrukturen reformieren und die Lernprozesse neu gestalten. Unser Aufruf zeigt dazu den Weg «

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Empirische Schul- und Sozialisationsforschung, Schul- und Unterrichtstheorie, Reformentwicklung im Sekundarschulwesen. UNI Bielefeld






Prof. Dr. Renate Valtin » Es ist ein Skandal, dass - wie IGLU und auch die neuere Schulleistungsstudie des IQB zeigen - nur eine Minderheit der Kinder, die gravierende Leseprobleme aufweisen bzw. die Mindeststandards nicht erreichen, in unserem Schulsystem eine besondere Förderung erfahren. Während beispielsweise in Finnland oder anderen skandinavischen Ländern die Klassenlehrer Unterstützung erhalten doch besondere Fachleute (Leselehrer, Beratungslehrer, Sonderpädagogen, Schulpsychologen), ist dies in Deutschland so gut wie unbekannt.

Wir brauchen dringend eine "Förderkultur": Schüler und Schülerinnen mit schwachen Leistungen dürfen nicht zurückgelassen werden! «

Auszug aus ihren Tätigkeitsschwerpunkten: Empirische Schul- und Sozialisationsforschung, Legasthenie und Schriftspracherwerb, Reformentwicklung in der Grundschule, Mitglied des deutschen Konsortiums der Internationalen Grundschul- Lese-Untersuchung (IGLU), Chairperson/member der PISA / PIRLS Task Force der International Reading Association, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Mitglied der High Level Group on Literacy, einberufen durch die EU-Kommission, besondere Auszeichnungen: Reading Hall of Fame, Citation of Merit Award der International Reading Association






Prof. Dr. Ludger Wößmann » Ich unterstütze ein längeres gemeinsames Lernen, weil die international vergleichende Forschung uns zeigt, dass der Bildungserfolg dadurch ein Stück weit vom familiären Hintergrund entkoppelt wird - ohne dass das allgemeine Leistungsniveau darunter leiden würde! Die Fakten belegen, dass wir aufgrund der frühen Aufteilung viel menschliches Vermögen vergeuden - das ist sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die gesellschaftliche Gerechtigkeit verwerflich. «

Auszug aus seinen Tätigkeitsschwerpunkten: Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Bildungsökonomik Ludwig-Maximilians-Universität München